Nachdem ich im Jahr 2000 ein
Sachbuch mit historischen Texten herausgegeben hatte, reifte der Wunsch
nach einem eigenen Roman, aber ich wusste nicht, welche meiner
vielen Ideen ich nehmen sollte. Ich wollte nichts überstürzen und vor allem keinen
Text für die Schublade schreiben. Also wartete ich ab. Nach
vier Monaten kam dann durch einen Artikel einer Zeitschrift
ein Impuls für eine Idee, die eigentlich schon lange in meinem Kopf
schlummerte, für die es aber bis dato keinen Anfang gab. Durch den
Impuls sprudelte er auf einmal hervor, und ich war die nächsten
Wochen nur noch am Schreiben.
Es wurde kein historischer Roman.
"Das weiße Amulett" spielt in der Gegenwart, aber er hat viele Bezüge zur alten, ägyptischen Kultur,
die ich sehr liebe, und zur Belle Époque in Paris.
Mich faszinieren Dinge - vor allem
kleine, unscheinbare Dinge - die aus der Vergangenheit heraus
einen Einfluss auf die Gegenwart und die Zukunft haben,
und wir diesen Einfluss entweder unterstützen,
ihn aktiv bekämpfen oder ihn einfach hinnehmen müssen.
Diese Dinge umgeben manchmal Geheimnisse, die meine
Protagonistin Karen Alexander lösen muss. Und es macht viel Spaß,
ihr dabei über die Schulter zu schauen.
Es folgten monatelange Bücher-Recherchen und eine Reise
nach Paris, wo ich einen persönlichen Eindruck dieser wunderbaren
Stadt mit dem Eiffelturm, dem Louvre, der Opéra Garnier
und dem Musée d'Orsay erhielt." (siehe
Fotos der Galerie).
Doch wie sollte aus dem Manuskript ein Buch werden?
"Nach drei Jahren war mein erster Roman fertig und so bewarb
ich mich per E-Mail mit einem Exposé und einigen kurzen Roman-Ausschnitten
bei mehreren Literaturagenturen, von denen einige antworteten,
sie würden sich in drei Monaten nochmal melden. Andere Agenturen
antworteten überhaupt nicht und es kamen auch Absagen, aber
letztlich waren vier Literaturagenturen an dem Manuskript interessiert
und von zweien bekam ich das Angebot eines Agenturvertrages.
Ein halbes Jahr später konnte der Roman an den Droemer-Knaur-Verlag
vermittelt werden, der außerdem noch eine Lizenzausgabe
bei Weltbild ermöglichte. Inzwischen ist auch eine tschechische Ausgabe erschienen."
Wie ging es weiter?
"Im zweiten Roman "Der zerbrochene Kelch" verschlug es Karen Alexander nach Delphi und Athen, wo sie zusammen mit Michael neue Abenteuer erlebte und die alte Ruinenstätte des Orakels von Delphi besuchte."
Und was geschieht im dritten Roman der Karen-Alexander-Reihe? Verraten Sie uns schon ein wenig?
"Der dritte Roman meiner auf sieben Bände angelegten Karen-Alexander-Reihe ist vollendet. In diesem Roman dreht sich alles um einige geheimnisvolle Schwerter und eine Runenbrosche aus der Wikingerzeit. Karen und Michael reisen nach Haithabu, Oslo, Birka und Stockholm, wo Karen ihren bis dato schlimmsten Kampf gegen ihren Todfeind Myles Fenton zu bestehen hat."
Und was macht der Flensburg-Krimi, den Sie als Krimistadtschreiberin in Flensburg geschrieben haben?
"Das Manuskript zum Flensburg-Krimi mit Kommissar Martin Hinrichsen ist ebenfalls fertig. Sobald es in dieser Hinsicht Neuigkeiten gibt, werde ich sie im Newsticker veröffentlichen."
Wie geht es weiter?
"Derzeit recherchiere ich für den vierten Karen-Alexander-Roman. Nach Paris, Ägypten, Delphi, Athen, Oslo, Birka und Stockholm, wird Julius Reinhold sein Patenkind diesmal nach Rom schicken, wo Karen und Michael auf Michelangelos Spuren in der Sixtinischen Kapelle wandeln werden ...
Glauben Sie mir, lieber Leser, es gibt noch viel zu erzählen ...
... und viele interesssante Geheimnisse zu lösen."
Mehr über Kathinka Wantula erfahren Sie auch auf der Seite "Fragen".
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